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Dienstag, 27. Dezember 2011

Kurzrezension: Sucker Punch (DVD)

Darsteller: Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungstermin: 5. August 2011
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 106 Minuten

Kurzbeschreibung:
Babydoll hat sich nur gegen ihren Peiniger zur Wehr gesetzt, bekommt aber sofort die Quittung präsentiert: Sie wird in einem Sanatorium für mental instabile Mädchen eingesperrt und freundet sich dort schnell mit ihren Leidensgenossinnen Rocket, Blondie, Amber und Sweet Pea an. Mit der Hilfe des weisen Mannes entkommen sie ihren Häschern in die Fantasiewelt von Babydoll, wo sie fünf Aufgaben erfüllen müssen, wenn sie auch in der Realität endlich frei sein wollen. Das bedeutet, dass die Mädchen in den Krieg ziehen müssen gegen Samurais und Feuerdrachen. 

Ziemlich lange habe ich gezögert, bis ich diese DVD schließlich angeschaut habe - ich habe sehr viel gutes, aber auch sehr viel schlechtes darüber gehört und wollte mir nun selbst eine Meinung bilden.
Der Plott erinnerte mich zu Beginn etwas an "Inception", da sich verschiedene Welten ineinander aufbauen. Babydoll, gefangen in einem "Irrenhaus" für Mädchen, das sich in eine andere Realität versetzt, um dem Irrsinn standzuhalten. Doch auch in dieser Realität erschafft sie sich wiederum neue - etwas verwirrend zu Beginn, doch man fand sich schnell zurecht.

Positiv fand ich die Grundidee. Die ersten 5 Minuten wurden wir in die Handlung hineinkatapultiert durch einen Ablauf von Szenen ohne sprachliche Untermahlung - es kam einfach irre toll rüber. Auch das Irrenhaus ist so grau und trostlos dargestellt, wie man es sich in solchen Filmen wünscht. 


Doch 2 Dinge nervten mich etwas. Zuallererst wirkt Babydoll (siehe obiges Bild) wirklich wie eine Puppe. Sie hat etwas unechtes, ihre plustrigen Lippen und die Art ihres Make-Ups liesen sie sehr künstlich aussehen, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Die anderen 4 Mädchen sahen auch "normal" aus. Ich dachte immer ein bisschen an Barbies wenn ich sie sah mit ihren 2 Zöpfen. Punkt 2 sind die übertriebenen Kostüme. Meiner Meinung zielt der Film auf Männer ab. Kurze Röckchen, Netzstrümpfe und heiße Stunts - naaaaja. Hat mich als Frau nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Auch die Fantasiewelten waren teilweise sehr oberflächlich und seeeehr künstlich. Hätte man besser machen können.

Da er mich jedoch nicht allzu sehr gelangweilt hat und ich ihn auch nicht abgebrochen habe wie so manch anderen Film (z.B. "Das Kabinett des Dr. Parnassus"), gebe ich 3 von 5 Sternen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Rezension: Buried - Lebend begraben (DVD)

Kurzinfo:
Stell dir vor: Du öffnest deine Augen. Du wurdest lebendig begraben. Über dir sind mehrere Meter erdrückender Erde. Du hast noch Sauerstoff für 90 Minuten. Deine einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein mysteriöses Handy. Jede Sekunde ist eine Sekunde, die dich dem Tod näher bringt....

Darsteller: Ryan Reynolds
Regisseur(e): Rodrigo Cortés 
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren 
Erscheinungstermin: 12. April 2011 
Produktionsjahr: 2009 
Spieldauer: 93 Minuten




Ich bin.... 
Ich kann....
Ich weiß nicht, wie....
Ich weiß nicht, was....


Ich bin total fertig mit den Nerven. 
Dieser Film ist dermaßen grandios, erschreckend, faszinierend, grausam, einfach... Einmalig. Ehrlich, mir gehen die Adjektive aus. Noch nie hat mich ein Film dermaßen mitgerissen!

Der junge Amerikaner Paul Conroy (Ryan Reynolds), Ehemann und Vater, ist zur Zeit als LKW-Fahrer im Irak. Sein Konvoi gerät in einen Bombenanschlag. Er wird von einem Stein getroffen und wird ohnmächtig - und wacht in einer Holzkiste wieder auf. Alles was er hat ist eine Taschenlampe, 2 Knick-Leuchtstäbe, ein Feuerzeug und ein mysteriöses Handy, auf einer fremden Sprache programmiert. Wir begleiten ihn 90 Minuten lang, 90 Minuten voller Angst, purer Verzweiflung, Hoffnung und Wut.

Zu Beginn wird dem Zuschauer die Enge der Holzkiste näher gebracht - ich saß entsetzt vor dem Bildschirm, als ich das sah. Ich selbst habe Probleme mit engen Räumen, doch diese Holzkiste.... Man muss es gesehen haben, um diese Furcht nachvollziehen zu können.

Der ganze Film dreht sich um einzige Person - denn auch nur 1 einziger Schauspieler ist hier zu sehen: Ryan Reynolds, mein Lieblingsschauspieler überhaupt. Nach und nach erfährt man durch die Telefonanrufe, die er tätigt, seine Geschichte. Wir sehen nichts als die Holzkiste, nichts als ihn und nichts als seine mehr schlecht als recht funktionierenden kleinen Lichtquellen. Man wird selbst in diese Kiste hineinkatapultiert.... Ich musste zwischendurch immer wieder meine Arme zu beiden Seiten ausstrecken, um mir sicher zu sein, dass ich mich in einem großen Zimmer und nicht Meter unter der Erde befinde. 
Paul ruft alle möglichen Leute an, von denen er sich Hilfe erhofft. Besonders erschreckend fand ich die Reaktionen seiner Anrufpartner. Man selbst fühlt sich, als wäre man mit ihm da unten - doch die Gesprächsteilnehmer sitzen in ihren Büros, schlürften Sekunden zuvor noch Kaffee und sind "in Sicherheit", während wir mit Ryan Conroy lebendig begraben in einer Holzkiste liegen. Man wird wütend über deren Normalität, wütend über deren Sicherheit, wütend über deren "sich-nicht-der-Lage-bewusst-seins". Vor allem eines dieser Gespräche fand ich so unsagbar grausam, dass ich am liebsten laut geschrien hätte. Diejenigen von euch, die den Film kennen, wissen sicher, welche Szene ich meine.

Man kann sich gar nicht vorstellen, einen 90 Minuten Film mit einer einzigen Person in einem Sarg interessant zu gestalten, doch es ist wirklich gelungen. Es passieren sehr viele Dinge auf engstem Raum, ein Chaos der Gefühle, wahre Schockmomente und Panikszenen mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten - als wäre die Tatsache, lebendig begraben zu sein, nicht schon schlimm genug.
Ryan Reynolds hat ein wahres Meisterwerk der Schauspielkunst vollbracht. Er wirkt so authentisch, so menschlich und ist so bewundernswert, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Es gehört schon einiges dazu, eine solche Rolle zu spielen... All diese Gefühle glaubhaft darzustellen. Ein ganz, ganz großes Lob!

Das Ende habe ich mir sage und schreibe 5 Mal angeschaut, da ich es einfach nicht fassen konnte. Noch immer geht meine Atmung schneller, noch immer zittere ich, so nervenzehrend ist dieser Film.
FSK 16 finde ich sehr passend. 18 wäre übertrieben, aber unter 16 sollte man wirklich lieber die Finger davon lassen, da selbst ich mich mit meinen 21 Jahren wie ein kleines Kind mit angezogenen Knien in meine Sesselecke verkrochen habe.

Ein Film, der mich sicher mehrere Tage lang nicht loslassen wird und den ich niemals vergessen werde. Ein Meisterwerk - für so wenig Geld. Auch dieser Aspekt ist wirklich beeindruckend, bedenkt man doch all die teuren Filme, die nicht halb so gut sind wie dieser hier.
Ich kann ihn euch wirklich nur empfehlen. Und glaubt mir... Auch wenn ihr in den ersten 30 Minuten denken solltet "Naja, soooo spannend ist der aber nicht...." - ihr täuscht euch. Es passiert so vieles, das man nicht vorhersehen konnte.

Gerade mal 30 Minuten ist es her, dass ich diesen Film beendet habe und ich fühle mich immer noch darin gefangen. In dieser Holzkiste... Mit einem langsam erlöschenden Knicklicht... mit meinem Geiselnehmer am Telefon. Mit der erdrückenden Enge und den Metern voller Erde über mir. Ich bin mir ganz sicher, dass ich keine ruhige Nacht haben werde. Und doch muss ich sagen, dass mich dieser Film ganz und gar überzeugt hat. 

100 Sterne!

Sonntag, 25. September 2011

Rezension: Beastly (DVD)

Kurzinfo:

Kyle (Alex Pettyfer) ist reich, gutaussehend und hat alles, was man sich wünschen kann. Seinen Mitmenschen gegenüber verhält er sich herablassend: Auf einer Party stellt er vor allen eine Mitschülerin bloß, die ihn daraufhin mit einem Fluch belegt. Von da an wird sich seine hässliche Persönlichkeit in seinem Äußeren widerspiegeln, wenn er nicht jemanden findet, der ihn so liebt, wie er ist. Kyle hat eigentlich schon alle Hoffnung aufgegeben, doch dann trifft er Lindy (Vanessa Hudgens)...




Darsteller: Vanessa Anne Hudgens, Alex Pettyfer, Mary-Kate Olsen
Regisseur: Daniel Barnz
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungstermin: 19. August 2011
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 83 Minuten

Beastly – viele von euch kennen vielleicht schon das Buch. Ich habe mir das Hörbuch gekauft, bevor der Film in die Kinos kam. Die Geschichte fand ich nicht schlecht, eine moderne Version von „Die Schöne und das Biest“. Bereits die Disney Version fand ich schon toll – ich liebe die alten Disney Filme einfach :-)

Zum Inhalt:

Kyle ist der Sunnyboy der Schule – er ist der coolste, der schönste, und absolut meistbegehrteste Junge. Er ist tierisch eingebildet und macht sich gerne (oft auch öffentlich) über nicht so hübsche Mitschüler lustig. Das typisch amerikanische Highschool-Drama: Footballspieler, Cheerleader, vs. Streber & Comicfreaks ;-)

Doch eines Tages legt sich Kyle mit der falschen Person an: Kendra, eine als Mitschülerin getarnte Hexe. Sie sorgt dafür, dass Kyle bekommt, was er verdient: Sie verflucht ihn. Nun ist er äußerlich genauso hässlich wie innerlich und kann sich in der Öffentlichkeit nicht mehr blicken lassen. Sie gibt ihm ein Jahr Zeit, jemanden zu finden, der ihn liebt, wie er ist – nur dann wird der Fluch aufgehoben und er kann wieder ein normaler Junge sein.

Im Mittelpunkt steht nun Kyles neues Leben. Nur nachts traut er sich auf die Straße, sein Vater kauft ein Haus außerhalb der Stadt für ihn, damit ihn niemand zu Gesicht bekommt. Denn sein Vater ist ein berühmter Nachrichtensprecher, er kann sich keinen Skandal erlauben. Kyle wohnt nun dort mit einer Haushälterin und einem blinden Privatlehrer (gespielt von Neil Patrick Harris - besser bekannt als "Barney" von How I met your mother) – alles Menschen, die Kyle früher verachtet hatte, werden nun seine einzigen Bezugspersonen, denn sein Vater wendet sich nun vollends von ihm ab. 


Nach und nach erkennt man, wieso Kyle ist, wie er ist – bzw war, denn natürlich zeigt Kendra´s Fluch Wirkung. Kyle kommt tatsächlich Lindy, einem Mädchen seiner alten Schule näher, die jedoch keine Ahnung hat, wer er wirklich ist. Er stellt sich ihr als „Hunter“ vor. Irgendwann findet er heraus, dass sie in ihn – Kyle – verliebt war, als er von der Oberfläche verschwand. Doch nun bleibt noch eine Frage: Wird sie ihn auch noch lieben, wenn sie weiß, wer er nun geworden ist? Wird Kendra den Fluch aufheben?


Wie bei so vielen Filmen brauchte ich auch hier 30 Minuten, bis ich mich in der Geschichte wiederfinden konnte. Nur sehr wenige Filme überzeugen mich von der ersten Minute an. Doch nun, nachdem ich den ganzen Film kenne, bin ich mir sicher, dass er mir beim 2.Mal von Beginn an gefallen wird :-) Die Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen, besonders Lindy, gespielt von Vanessa Hudgens.

Zu Alex Pettyfer kann ich folgendes sagen: Er spielt die Rolle des arroganten Kyle sehr gut – sie ist ihm wie auf den Leib geschneidert. Umso überraschender fand ich es, dass er auch den Part des Hunter überzeugend darstellen konnte. Witzig fand ich, dass er mir persönlich als Biest besser gefallen hat, als als Kyle – Pettyfer ist eigentlich nicht so mein Typ ;-) Aber mit den ganzen Schnörkeln im Gesicht und der „Glatze“ sieht er echt super aus. Wäre ich Lindy, hätte ich ihn sofort genommen :-)

Super süß fand ich Hunter´s Unsicherheiten in Bezug auf Lindy. Er macht ihr Geschenke, die ihr überhaupt nichts bedeuten und zerbricht sich den Kopf darüber, was sie will. Er stolpert in ihrer Gegenwart, er ist schusselig und freut sich wie ein kleiner Junge, wenn er sie glücklich gemacht hat. Einfach super süß :-)

Das i-Tüpfelchen war für mich Mary-Kate Olsen als Kendra. Sie spielt die freakige Eigenbrötlerin hervorragend. Ihre Klamotten sind der Hammer und ihre mysteriöse Art fand ich wirklich toll!


Zur Buch-Film Übertragung kann ich nur sagen, dass mir keine wesentlichen Szenen gefehlt haben. Ich glaube, im Buch hatte Kyle 2 Jahre Zeit, einen Menschen zu finden, der ihn liebt wie er ist, im Film war es nur eins. Aber solch kleine Differenzen stören mich nicht. Zumal ich eine der wenigen bin, die Buch-Film Differenzen sowieso nicht stören. Es sind zwei unterschiedliche Medien. Ich will nicht jeden Pipifax sehen, den ich z.B. lese. Im Film kommen einfach manche Dinge nicht so gut rüber wie im Buch oder umgekehrt. Man darf das einfach nicht zu eng sehen, finde ich.

Der Film selbst ist leider ziemlich kurz – er geht nur 80 Minuten. Normalerweise geht man ja heute mindestens von 90 Minuten aus, daher war ich ziemlich erstaunt. Aber lieber kurz und spannend, als lang und lahm ;-)

Eins kann ich euch versprechen: Ihr werdet den Film und die Darsteller lieben und ihn ganz sicher mehr als 1x anschauen :-)

Donnerstag, 11. August 2011

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1

Vorgestern habe ich die Nacht durchgemacht und bin daher gestern Mittag um 15 Uhr schon ins Bett gegangen. Heute Morgen um 04.30 Uhr bin ich dann wieder aufgewacht und habe nach 3 Kapiteln „Arkadien erwacht“ versucht weiterzuschlafen – aber ich war hellwach. Also hab ich mir ein paar Sandwichs gemacht und einen großen Kaba und hab mir zum vierten Mal Harry Potter 7.1 angesehen :-) Ich war im November 2010 im Kino und habe ihn mir im April natürlich sofort am Releasedatum gekauft :-) Seitdem habe ich ihn, mit heute, 3x zuhause geschaut und ich liebe ihn genauso sehr wie beim 1.Mal :-)


Was mir bei diesem, wie auch bei den vorigen Filmen besonders aufgefallen ist, ist die düstere Atmosphäre. Seit Film 3, „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, beherrscht Dunkelheit die Filme. Nicht düster im Sinne von gruselig, sondern wirklich „dunkel“. Orte, die eigentlich eine gewisse Wärme ausstrahlen sollten (z.B. der Fuchsbau) werden hier grau und trostlos dargestellt. Klar, manche Szenen werden dadurch gut unterstrichen, aber mal ehrlich: Scheint denn in der Zaubererwelt nie die Sonne?! Ich habe immer das Bedürfnis, den Bildschirm heller zu drehen. Auch die Szenen in London hätte man z.B. doch etwas heller und lebendiger gestalten können. Aber wie gesagt, wahrscheinlich sollte damit einfach die Gefahr und die Bedrohung herausgearbeitet werden, daher: ok.

Nun zur Umsetzung des Films. Ich bin eine der wenigen, die sich an Differenzen zwischen Büchern und den dazugehörigen Filmen NICHT stört. Film und Buch sind zwei verschiedene Medien. Manches wirkt im Film einfach nicht, was sich auf dem Papier hingegen gut runterliest oder umgekehrt. Man darf das einfach nicht zu eng sehen, zu viele Filme werden wegen sowas zerrissen, die eigentlich sehr gut gemacht sind. Trotz allem ist mir hier aufgefallen, wie außerordentlich gut der Inhalt des Buchs in den Film übertragen wurde. Ich habe keine Szenen vermisst und konnte auch keine der „dazu erfundenenen“ Szenen als störend bewerten.

Nun zu ein paar einzelnen Szenen des Films, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Sehr ergreifend fand ich den Beginn – Hermine lässt ihre Eltern vergessen, dass sie eine Tochter haben, ihr Bild verschwindet auf allen Fotos, sie wird vollkommen in deren Erinnerung ausgelöscht. Ich finde es sehr gut, dass diese Szene verfilmt wurde. Im Buch wurde es ja nur als Nebensatz erwähnt, aber das filmisch richtig umgesetzt zu sehen war wirklich toll. Es hat verdeutlicht, was Harrys Freunde alles auf sich nehmen, um ihre Lieben zu schützen und um Harry auf seine gefährliche Jagd nach den Horkruxen zu begleiten.

Wirklich gut gelungen finde ich ja das „rauchumwobene“ Fliegen von Voldemort. Im Buch schien es einem doch immer komisch, sich einen fliegenden Voldemort vorzustellen. Ich musste dabei immer an die Szene von „How I met your mother“ denken, in der Barney und Marshall im Nachthemd durch die Lüfte fliegen ;-D Hier ein + für die Buch-Film-Differenz.

Besonders erheiternd sind wie immer die Weasley Zwillinge mit ihrem trockenen Humor, immer wieder einen Lacher wert :-) Auch Rons lieb-dümmliche Sprüche bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Ich erinnere mich heute noch, bei welchen Stellen der gesamte Kinosaal gelacht hat :-) Tonks, die auf Lupin zurennt und meint, dass Ron ihr das Leben gerettet habe. Hermine kanns kaum glauben und Ron sagt ganz trocken „Was ist jetzt daran so überraschend?!“ Auch Fleur als Harry brachte mich zum Lachen: „Bill, guck weg! Isch bin so ´ässlisch!“ und die Szenen, als Fleur-Harry sich pikiert den BH auszieht oder sich auf dem Thestral an Bills Rücken schmiegt, ist einfach zum Schießen komisch :-P Daniel Radcliffe hat das „weibliche“ wirklich sehr gut umgesetzt.

 

Die Annäherung zwischen Ron und Hermine ist süß gestaltet worden. Flüchtige, zärtliche Berührungen im ganzen Film verstreut geben uns Hinweise, dass die beiden sich bald finden werden. 

 

Irre toll fand ich die bildliche Darstellung von „Das Märchen der drei Brüder“. Die Figuren waren etwas unheimlich durch ihre außergewöhnlichen Körper, aber genau das fand ich echt super. Ich kann mir vorstellen, dass mir die Bilder wieder in den Kopf kommen werden, sobald ich das Buch wieder lese.


Meine absolute Lieblingsszene ist die im Haus der Blacks, als Dobby und Kreacher mit Mundungus zurückkommen und sich kabbeln. Die sonst so grimmige Art von Kreacher wird hier richtig witzig, wenn er sich mit dem goldigen Dobby kabbelt :-D Und Dobbys Turnschuhe erst... Der Hammer!


Diese Szene führt mich auch schon zum Schlusspunkt meiner Rezension, den Schauspielern: Ich muss wirklich immer wieder die Rollenbesetzungen loben. 

Mundungus Fletcher, gespielt von Andy Linden, habe ich mir genau so vorgestellt: klein, drollig und heruntergekommen, aber doch irgendwie sympathisch, super! 









Zur Darstellung von Helena Bonham Carter muss man glaube ich nicht mehr viel sagen: Sie spielt die irre und vollkommen Voldemort-vernarrte Bellatrix Lestrange perfekt. Ich bewundere es echt, dass man so eine schwierige Figur so super darstellen kann. 








Als man Scrimgeour (Bill Nighly) zum ersten Mal sah, dachte ich sofort an Lunas Aussage im Buch, in der sie ihn als Vampir bezeichnet. Nach weiteren Recherchen sah ich, dass er sogar wirklich einen spielte, in „Underworld“ 1-3. 








Schöne Überleitung zu Evanna Lynch, unsere Luna :-) Sie verkörpert das träumerische Mädchen wirklich super, die, wie Harry im Buch einst sagte, eine Gabe dafür habe unangenehme Wahrheiten laut auszusprechen. Zu den bisherigen Schaustellern nur: wie immer – großartig!




Das kleine Highlight in diesem Film: Die Ministeriumsleute, deren Gestalt Ron, Harry und Hermine annehmen um sich unbemerkt ins Ministerium zu schleichen, sehen wirklich so aus wie deren Erwachsenenversionen. Im Kino beim 2.Film habe ich in der „19 Jahre später“ Sequenz schon damit gerechnet, sie wiederzusehen, weil sie ihnen einfach so ähnlich sehen :-D Spielte das im Buch zum Beispiel keine Rolle, sieht man hier im Film mal wieder den Sinn dahinter: Wiedererkennung.


Ron als "Reginald Cattermole"
Hermine als "Mafalda Hopfkirch"
Harry als "Albert Runcorn"

Wie gesagt, der Film wird bei mehrmaligem Schauen nicht schlechter oder langweiliger – ein Zeichen für mich, dass ich ihn wirklich mag :-) Ich kann es kaum erwarten, dass Teil 2 auf DVD erscheint, denn der war im Kino der absolute Kracher!

Und zum Thema „Der Film ist langweilig“, worüber sich ja so viele Leute beschweren. Klar, die viele Rumsitzerei im Zelt war nicht sooo spannend, aber sie haben doch verdeutlicht, wie auslaugend die Suche nach den Horkruxen ist. Wie sich die Charaktere durch das Tragen des Amuletts veränderten, etc. Ich fand diese Szenen sehr wichtig und daher auch nicht „langweilig“. Klar, es ist kein Actionfilm, aber das war von Anfang an klar. So hieß es doch, dass man den 1.Teil als Roadmovie bezeichnen kann und erst den 2.Teil als wirklichen „Spannungsbringer“. Aber so war es ja auch im Buch – erst der lange Prozess des Weiterkommens und dann das spannende, energiegeladene Ende. Daher: Super Film!

Hier noch 2 witzige Bilder, die ich gefunden habe:



I didn´t know Voldemort was in "Titanic" :-D