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Donnerstag, 5. April 2012

Rezension: Touched (Corrine Jackson)

Offizielle Kurzinfo

Als die 17-jährige Remy zum ersten Mal Asher Blackwell begegnet, erkennt sie, dass auch er geheimnisvolle Kräfte in sich trägt - aber sie sind ganz anders als ihre, und sie machen ihr Angst. Sie beschließt, Distanz zu wahren. Doch immer wieder begegnet sie ihm, zu klein ist der Ort, zu intensiv die gegenseitige Anziehungskraft. Langsam wächst Vertrauen zwischen Remy, der Heilerin, und Asher, dem Beschützer - Angehörige zweier Clans, die sich seit Jahrhunderten bekämpfen und einen hohen Preis dafür bezahlen. Bereit, an eine gemeinsame Zukunft zu glauben, schwebt Remy plötzlich in Lebensgefahr...



Gebundene Ausgabe
erschienen im Thienemann Verlag
Preis: 16,95
Persönliche Altersempfehlung: ab 14

"Touched - Der Preis der Unsterblichkeit" ist der Auftakt zu einer neuen Jugendtrilogie. Besonders angetan hat es mir das Cover, es ist wirklich wunderschön, man muss es live sehen, um es zu verstehen. Aber es kommt ja vor allem auf den Inhalt an und der erinnerte mich mehr als einmal sehr stark an die Twilight-Saga, besonders an Band 1.

Remy wächst in einer kaputten Familie auf. Ihre Mutter wird von ihrem Stiefvater, der oft einen über den Durst trinkt, regelmäßig zusammengeschlagen. Doch bisher konnte Remy immer rechtzeitig eingreifen, denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann die Verletzungen anderer in sich aufnehmen und so den Betroffenen nehmen. Sie ist eine Heilerin. Seit sie zwölf Jahre alt ist, besitzt sie diese Fähigkeit, die sie immer noch sehr erschreckt. Doch für ihre Mutter muss sie stark sein, da diese nicht den Mut besitzt, vor ihrem neuen Ehemann zu fliehen. Remy nimmt somit in gewisser Hinsicht die Stelle des Erwachsenen ein, was mich oft an Bella erinnerte. Nach einem großen Showdown holt ihr leiblicher Vater sie dann letztlich zu sich und seiner neuen Familie. Ziemlich schnell lernt sie den mysteriösen Asher Blackwell kennen, bei dessen Berührungen wortwörtlich Funken sprühen. Doch was hat es mit seiner Familie auf sich? Und wieso dürfen die beiden nicht zusammen sein? Ist er etwa der Feind?

Ich weiß, dass man Bücher grundsätzlich nicht vergleichen sollte, doch hier kam ich einfach nicht umhin. Es gab einfach zu viele Parallelen. Ob diese nun mehr bewusst oder doch unbewusst entwickelt wurden, kann ich nicht sagen. Ist ja im Grunde auch egal, letztlich muss ich sagen, dass ich mir mehr Originalität gewünscht hätte. Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, dass man diesen Plott mittlerweile zu häufig bei Jugendbüchern liest: Mädchen wird von geheimnisumwobenen Jungen wie magisch angezogen, er will ihr "um ihretwillen" aus dem Weg gehen, schafft es dann aber nicht, da auch er sich zu sehr zu ihr hingezogen fühlt. Zwischen den beiden existiert ein jahrhunderte altes Gesetz, dass ihnen ein Zusammensein unmöglich macht - aber sie können sich nicht voneinander fernhalten.

Auch die Familie von Asher, dem "Edward, der II.", spielt hier eine große Rolle. Natürlich gibt es auch hier wieder eine Schwester, die Remy rausekeln möchte. Das kennen wir doch...?

Das Thema wiederum fand ich ganz interessant. Ich hatte bisher noch kein Jugendbuch zum Thema "heilen" und fand die Umsetzung gut gelungen. Die uralte Fehde zwischen den Heilerinnen und deren Beschützern war gut durchdacht und toll wiedergegeben, diese Passagen fand ich sehr interessant.

Remy ist eine willensstarke Protagonistin, was sie von der eher schusseligen, naiven Bella unterscheidet.

Da die Story kein reiner Abklatsch war, sondern es auch sehr eigene, charakteristische Szenen gab, habe ich die Parallelen letztendlich als nicht allzu grenzwertig betrachtet. Tatsache bleibt, dass so schnell keine Romane an die Bis(s)-Reihe herankommen kann - zumindest nicht an Teil 1. Eine Liebe so gekonnt zu umschreiben ist eine wahre Kunst und ist nicht jedem Autor vergönnt.

Doch Corinne Jackson kommt ziemlich nahe dran. Ich werde Band 2 auf jeden Fall lesen und bin gespannt, wie es mit Remy, Asher & Co. weitergeht!

Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, runde aber auf.
Also gibt es von mir 4 von 5 Sternen :-) 

Montag, 2. April 2012

(Hörbuch)Rezension: Erebos (Ursula Poznanski)

Offizielle Kurzinfo

Nick ist süchtig nach Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die nicht in der virutellen Welt, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Fiktion und Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen...

Hörbuch Ausgabe
erschienen bei "der Hörverlag"
Preis: 19,95€
gelesen von Jens Wawrczeck
Persönliche Altersempfehlung: ab 12

Alle Bücher von Ursula Poznanski habe ich förmlich verschlungen: Saeculum, Fünf und nun auch Erebos. Nur sehr wenige Autoren ziehen einen von Anfang an in ihren Bann. Ich bin längere Anlaufzeiten gewohnt, doch hier fühlte ich mich von Anfang an zuhause. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

Nick fragt sich seit Tagen, was mit seinem besten Freund Colin los ist. Er verhält sich merkwürdig, kommt nicht mehr zum Training und gibt sich auf einmal mit Leuten ab, die sie normalerweise nicht zu ihren Freunden zählen... Nick erfährt von einem geheimen Computerspiel, das an der Schule die Runde macht und das nicht ganz einfach zu erhalten ist, denn man muss dafür ausgewählt werden. Offenbar ist Colin einer von ihnen und Nick tut alles, um das Spiel in die Finger zu bekommen. Womit er allerdings nicht gerechnet hat: "Erebos" ist nicht einfach nur ein Spiel. Es stellt Aufgaben, die in der Realität ausgeführt werden müssen und er hat immer das beunruhigende Gefühl, dass auf der anderen Seite ein denkendes Wesen sitzt. Nach und nach werden die Aufgaben immer unheimlicher und krimineller. Woher nimmt das Spiel die Realnamen der Mitspieler? Woher weiß es Dinge, die eigentlich nur ein Mensch wissen kann? Und wieso verändern sich alle Spieler, sodass sie für sich und andere eine ernstzunehmende Gefahr darstellen?

Ich bin absolut begeistert! In diesem Roman findet sich ein Prinzip wieder, dass ich schon von "Isola" und "Gotcha" kenne: Spiele, die wir nur mit einem harmlosen Kontext in Verbindung bringen, die aber in diesen Büchern das "Es" (s. Theorie von Sigmund Freud, ich finde sie hier sehr passend) in den Jugendlichen hervorbringt. Ein Spiel, das eigentlich Spaß machen sollte... Doch dessen Eingriff in die reale Welt die Spieler verändert und beginnt, ihr Denken und Handeln zu beherrschen. Ich finde diese Gedankenwelt sehr interessant und realitätsnah. Denn wie sehr lassen wir uns heute wirklich von solch eigentlich harmlosen Dingen beeinflussen?

Besonders an einer Stelle merkte man sehr gut, dass Nick mit seiner Figur Sarius zu verschmelzen begann. Die fiktionale Denkweise wurde in sein wahres Leben eingebaut. "Nick hätte zwei ... nein eins seiner Level gegeben, um hören zu können, worüber sie sprachen." Nick und Sarius verschwimmen zu einem neuen Wesen und eine Frage bleibt recht lange offen: Kann Nick sich Sarius entziehen? Kann er sich und alle anderen vor den fatalen Folgen von Erebos retten? Und was steckt wirklich hinter diesem Spiel?

Findet es heraus - ich kann euch ein tolles Hörerlebnis garantieren! Jens Wawrczeck liest Nick wirklich hervorragend, er ist emotionsgeladen an den richtigen Stellen und hat dieses Hörbuch zu einem wahren Hörvergnügen werden lassen. Das Licht ging abends oft später aus, als ich es wollte, weil es einfach so dermaßen spannend war.

Anders gehts gar nicht: Ich gebe 5 von 5 Sternen :-)

Dienstag, 27. März 2012

Rezension: Vampire Academy 5 - Seelenruf (Richelle Mead)

Offizielle Kurzinfo:

Nach ihrer langen Reise zu Dimitris Geburtsort in Sibirien ist Rose Hathaway endlich an die Vampirakademie und zu ihrer besten Freundin Lissa zurückgekehrt. Die beiden Mädchen stehen kurz davor, ihren Abschluss zu machen und können es kaum erwarten, die Akademie zu verlassen. Doch Rose trauert immer noch um den Verlust ihrer großen Liebe, und bald scheinen ihre schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden. Dimitri hat ihr Blut gekostet und ist nun auf der Jagd nach ihr. Und dieses Mal wird er nicht eher ruhen, bis Rose sich ihm angeschlossen hat ... für immer. 
 



Taschenbuch Ausgabe
erschienen im LYX Verlag
Preis: 12,95
Persönliche Altersempfehlung: ab 14
 
Nachdem ich von Band 4 leider etwas enttäuscht war, war ich Band 5 gegenüber sehr skeptisch. Doch meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet: Es geht wieder bergauf, und wie!

Der Einstieg beginnt direkt actionreich: Rose hat ihre Abschlussprüfung an der St.Vladimir Schule, die sie natürlich als Beste besteht. Danach geht's ab mit Lissa, Adrian und Christian an den Königshof. Dort sieht sich Rose nun mit ernsten Problemen konfrontiert. Denn nicht nur Dimitri lässt sie regelmäßig durch Briefe wissen, dass er sie sich holen wird... Auch die Sorge, Lissa nicht zugeteilt zu werden, nagt unablässig an ihr. Die Beziehung mit Adrian ist auch nicht immer einfach und nachdem sich Lissa dazu entschlossen hat, Dimitri zu retten, steht Rose' Welt endgültig Kopf... Wird Lissa es schaffen? Und was hat Victor damit zu tun, der doch eigentlich hinter Gittern sein sollte?

Eine Menge Spannung erwartet den Leser bei diesem fünften Band der Vampir-Serie. Wir erfahren mehr über die königlichen Moroi, über die Regierung, über die Königin Tatiana, über Victor und über Lissas Familie... Auch Rose' Vater ist am Ende wieder mit von der Partie. Ich finde den Schlagabtauch zwischen den beiden einfach zum Schreien komisch, ich mochte ihn in Band 4 schon sehr :-) Auch von der jungen Alchemistin bekommen wir einiges zu lesen. Alles in allem gibt es viele Wiedersehen mit alten bekannten - sowohl netten, als auch nicht so netten...

Rose hat mir in diesem Band wieder sehr gut gefallen und auch Lissa fand ich wesentlich erträglicher als im Vorgängerteil. Rose' typisch aufbrausende Eigenschaften können wir auch hier wieder live mitverfolgen, doch auch der Ernst des Lebens scheint langsam zu ihr hindurch. Denn wenn sie nun Mist baut, heißt es nicht mehr Nachsitzen, sondern eventuell lebenslange Schreibtischarbeit statt aktive Wächtertätigkeit. Auch Adrian ist mir wieder sehr ans Herz gewachsen... Ich bin wirklich gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Wird Rose bei ihm bleiben? Oder wird sie endlich wieder zu Dimitri durchdringen können?

Ich kann es kaum erwarten, den sechsten Band zu lesen! Mit einem weinenden und einem lachenden Auge - denn es wird das letzte sein :-( Doch Gott sei Dank gibt es zumindest von Band 1-3 die Hörbücher dazu, die ich mir nach und nach zulegen werde - denn Rose, Lissa & Co. werde ich definitiv mehr als 1x genießen :-)

Ich gebe 5 von 5 Sternen

Sonntag, 25. März 2012

Rezension: Fünf (Ursula Poznanski)

Offizielle Kurzinfo:

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Taschenbuch Ausgabe
erschienen im Wunderlich Verlag
Preis: 14,95
Persönliche Altersempfehlung: ab 16

Ich habe bereits "Erebos" und "Saeculum" der Autorin verschlungen (beide zählen zu meinen Lieblingsbüchern) und war sehr gespannt, ob sie mich auch mit einem Erwachsenenthriller überzeugen kann. Besonders, da ich 2010 so viele Thriller hintereinander gelesen habe, dass ich zur Zeit nicht allzu sehr in Thriller-Stimmung war.... Doch was soll ich sagen, ich bin absolut begeistert!

Beatrice Kaspary ist Polizistin, frisch geschieden und hat 2 Kinder zu versorgen. Das alles unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach, doch ihr Kollege Florin erinnert sie immer wieder an die wichtigen Dinge und hält sie oft davon ab, durchzudrehen. Die beiden sind ein tolles Team und sehen sich nun einem neuen Fall gegenüber, der ihnen Rätsel aufgibt.... Eine Leiche wird gefunden, inmitten von grasenden Kühen, auf ihren Fußsohlen sind Koordinaten eintätowiert. Nachdem sie den dazugehörigen Ort aufsuchen, finden sie eine kleine Box mit grausamen Inhalt... Eine erschreckende Jagd beginnt, denn ein Zeuge nach dem andern verschwindet spurlos. Der Täter zieht eine blutige Spur durch das Land, die Florin und Beatrice so schnell wie möglich beenden möchten.

Bestechend fand ich auch hier, wie in ihren anderen Romanen, das Thema. Geocaching hatte ich zuvor bereits 1-2 Mal gehört, doch mich nie richtig damit auseinandergesetzt. Viele Begriffe werden hier leicht verständlich erklärt, sodass man beginnt, sich selbst als Experten zu sehen. Ich muss zugeben, dass ich es nun selbst irgendwann auspropieren will - Geocaching scheint (ohne Leichen) sehr spannend zu sein!

Den Ekelfaktor würde ich bei diesem Buch nicht allzu hoch ansetzen, doch das kommt auch einfach darauf an, wie man mit abgetrennten Körperteilen umgehen kann. Ich habe schon so viele Thriller gelesen, dass mich so schnell nichts erschreckt. Doch die ausgetüftelte Idee hinter diesem Roman ist wirklich unglaublich. So oft dachte ich "Na klar, das ist bestimmt die/der! 100 pro!" und war sehr stolz auf meine Auffassungsgabe für Kleinigkeiten - nur um kurz danach enttäuscht zu werden. "Nein, der war's dann wohl doch nicht... Dabei war ich mir so sicher!" Und genau das liebe ich an diesem Thriller. Die Irrungen und Wirrungen, das absolut unvorhersehbare Ende, der wahre Täter - genial!

Ich danke Ihnen vielmals für ein tolles Abenteuer, Frau Poznanski! Sie haben mir die Thriller-Welt wieder erfolgreich näher gebracht, es war genau das, was ich gebraucht habe. Ihre Figuren überzeugen und die Geschichte reißt mit - ich bin begeistert :-) 
Daher gebe ich 5 von 5 Sternen :-)

Mittwoch, 14. März 2012

Rezension: Türkisch für Anfänger (Buch zum Kinofilm)

Offizielle Kurzinfo:

Was ist schlimmer als ein Urlaub mit einer berufsjugendlichen Single-Mutter in der Midlife-Crisis? Natürlich mit einem türkischen Macho auf einer einsamen Insel zu stranden!
So schlimm hat sich selbst Pessimistin Lena Schneider (19) ihren Urlaub nicht vorgestellt. Denn mitten im Indischen Ozean stürzt das Flugzeug ab. Ein wahrer Culture Crash denn neben Lena strandet noch Macho Cem, samt gläubiger Schwester Yagmur und dem stotternden Costa auf der einsamen Insel. Die ganze Welt sucht fieberhaft nach den vier Verschollenen mit Ausnahme von Lenas Alt-68er-Mutter Doris. Die strauchelt in einer Hotelanlage durch ihre Midlife-Crisis und ist entsetzt, dass sich Cems Vater Metin für sie interessiert. Ist der Spießer nicht viel zu alt für sie? Indes sorgen Naturvölker und Schmetterlinge im Bauch bei Cem und Lena für einen Schnell kurs in Sachen Erwachsenwerden. Ein Kampf der Kulturen und der Egos, bei dem es nicht nur ums Überleben geht, sondern vor allem um die erste große Liebe.

Taschenbuch Ausgabe
erschienen im Kiepenheuer & Witsch (KiWi) Verlag
Preis: 8,99
Persönliche Altersempfehlung: ab 13

Ich bin ein richtiger TfA-Fan, ich habe die Komplettbox auf DVD zuhause und habe diese sicher schon 4x geschaut. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von dem Kinofilm erfuhr - zwar wird die Geschichte der Schneider-Öztürks hier komplett umgeschrieben, doch die Charaktereigenschaften bleiben bestehen, was für mich die Hauptsache ist. Und da ich es bis zum Kinostart kaum noch abwarten konnte, musste solange das Buch zum Film herhalten.

Die etwas verklemmte Lena mit ihrem schrägen hochintelligenten Bruder, die Öko-Mutter mit der durchgeknallten Schwester. Und die Öztürks mit Kommissar Metin als Familienoberhaupt, dem Proll Cem als Sohn und dessen strenggläubige, kopftuchtragende Schwester Yagmur - das schreit förmlich nach Komik und rasanten Szenen!

Beide Familien fliegen in den Urlaub, doch keiner von ihnen konnte ahnen, dass dieser Ausflug ihr ganzes Leben verändern wird. Das Flugzeug stürzt ab und die Kinder landen auf einer einsamen Insel... Die Eltern konnten gerettet werden. Gemeinsam machen sich Metin und Doris auf die Suche nach ihren Kindern und lernen sich und ihre Macken dabei besser kennen.
Lena hingegen fühlt sich wie in einem lebendig gewordenen Alptraum. Denn nicht nur Cem und Yagmur sind mit von der Partie, sondern auch der s-st-st-stotternde Costa! Sie ist eindeutig die einzige mit Abi (ihre Worte) und fühlt sich wie unter Neandertalern. Während Yagmur sich bereits häuslich einrichtet und die anderen mit Essen versorgt, will Lena nur eins: Weg von diesem Ekelpaket Cem! Denn der schaut sie immer so komisch von der Seite an... Der will doch nicht etwa...?

Ich muss ehrlich sagen, dass mir die Story in Buchform ach "too much" war. Es gab einige Lachmomente, doch die krasse Sprache von Cem und Costa kam im Buch einfach nur grausam rüber. Hätte ich dazu nicht die Figuren im Kopf gehabt, hätte ich das Buch sofort wieder zugeschlagen. Hier merkt man wieder ganz klar, dass TV und Buch zwei total unterschiedliche Medien sind. Bei der Serie lacht man über Dinge, über die man im Buch einfach nur den Kopf schütteln kann.

Ich bin mir allerdings sicher, dass der Film spitze wird! Denn dann haben wir zu den extremen Sprüchen auch endlich wieder unsere charismatischen Schauspieler, vor allem Elyas M'Barek und Josefine Preuß.

Zum Buch kann ich leider nur sagen: Für Fans kein Muss und Nichtfans sollten lieber die Hände davon lassen, wenn sie nicht auf die derben Macho- und Slangsprüche stehen. Denn vor allem die Bilder, die sich in der Mitte des Buchs befinden, machen vieles wieder wett und lassen einen noch ungeduldiger auf den Kinofilm zurück.

Daher nur 3 von 5 Sterne von mir.


Nachtrag, 26.Juni 2012

Ich fand den Kinofilm super :-) Mittlerweile habe ich auch das Hörspiel zum Film, sehr empfehlenswert! Ich freue mich auf den August, dann erscheint die DVD <3
Es soll auch eine Special Edition geben, die werd ich mir dann natürlich zulegen!

Samstag, 10. März 2012

(Hörbuch)Rezension: Blutbraut (Lynn Raven)

Offizielle Kurzinfo:
 
Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine „Blutbraut", und nur sie kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum Nosferatu zu werden. Dazu aber müsste sie ihm ihr Blut geben und sich auf ewig an den Mann binden, der für sie die Verkörperung alles Bösen scheint.

Doch dann tritt genau das ein, wovor sie sich fürchtet: Gerade als Lucinda sich erstmals verliebt hat, und zwar in den charmanten Cris, wird sie entführt und auf das Anwesen Joaquíns gebracht. Lucinda ist in eine Falle gelaufen, denn Cris ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut …

Doch die beiden Brüder sind nicht die einzigen. Auch andere Mitglieder ihres Konsortiums begehren Lucindas Blut. Als Lucinda in die Gewalt eines von ihnen gerät und Joaquín sie unter Einsatz seines Lebens befreit, beginnt Lucinda sich zu fragen, welches die wahren Motive für sein Handeln sind …

Hörbuch Ausgabe
erschienen bei "der Hörverlag"
Preis: 19,99€
gelesen von Marie Bierstedt, Adam Nümm und Gerald Paradies
Persönliche Altersempfehlung: ab 15

Lucinda Moreira ist seit sie denken kann auf der Flucht vor Joaquin de Alvaro, der sie zu seiner Blutbraut machen will. Er ist ein Hexer, der nachts zum Nosferatu wird - und nur Lucindas Blut kann seine gänzliche Verwandlung, die kurz bevor steht, verhindern. Doch dann gerät sie in seine Fänge, wird auf seinem Anwesen gefangen gehalten. Doch ziemlich bald wird ihr klar, dass nicht alles ist, wie es scheint. Ist Joaquin vielleicht gar nicht das Monster, für das sie ihn immer hielt? Und wieso hat ihr ihre Tante verschwiegen, dass sie ihn seit ihrer Kindheit kennt? Was passiert da nur mit ihr? Und welche Rolle übernimmt Cris, Joaquins Bruder, in den ganzen Lügen- und Intrigengeschichten rund um die de Alvaros?

Derzeit bevorzuge ich oft Hörbücher, da ich abends zu müde zum Lesen bin und man sich dabei einfach wunderbar treiben lassen kann.

Allerdings konnte ich dieses Hörbuch ganz und gar nicht genießen.
Die ersten beiden CDs waren wirklich nervenaufreibend.
Ich kenne die Synchronsprecherin Marie Bierstedt bereits von anderen Hörbüchern wie House of Night und Vampire Academy und auch als Anna in O.C. California war ich sehr mit ihrer Sprechweise zufrieden. Und es lag auch nicht an ihr, sondern mehr an der Protagonistin. Die anfängliche Panik von Lucinda ist seeehr anstrengend. Das atemlose, hektische und panische Lesen ist sehr nervig. Dauernd habe ich darauf gewartet, dass sie sich endlich wieder fängt. Dieser Effekt wäre beim Buch sicher nicht so dominant hervorgetreten, daher kann ich auch nicht so genau sagen, ob mir das geschriebene Buch nicht vielleicht besser gefallen hätte.

Zur Geschichte selbst kann ich nur sagen, dass ich die neu interpretierte Vampiridee nicht schlecht fand. Ich habe wirklich versucht, objektiv zu bleiben und mich nicht zu sehr von den ersten beiden CDs abschrecken zu lassen, dann konnte ich auch einen besseren Zugang zur Geschichte finden.

Das Hörbuch umfasst 6 CDs und hat eine Laufzeit von 438 Minuten. Es handelt sich somit um eine gekürzte Fassung, da das Buch stolze 736 Seiten vorweisen kann. Den Wechsel der Sprecher fand ich ganz angenehm, auch wenn die männlichen Parts nur wenige Tracks in Anspruch genommen haben. Beide Stimmen fand ich passend gewählt und überzeugend vorgetragen.

Abschließend kann ich nur jedem zum Lesen des Buches raten, denn für das Hörbuch braucht man wirklich starke Nerven - die ich nachts im Bett nicht unbedingt habe, wenn ich es mir gemütlich machen möchte. Daher leider nur 3 von 5 Sterne von mir.

Samstag, 25. Februar 2012

Rezension: Last Girl Standing (Allyssa & Hortense Ullrich)

Offizielle Kurzinfo:

Charly, Leonie, Lavender, Emmy und Sofia, alle Anfang 20, treffen sich jeden Freitag, um die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu diskutieren: Männer. So verschieden sie auch sind, ihre Freundschaft ist ihnen heilig, nichts und niemand bring sie auseinander. Schon gar kein Mann. Bis eines Tages Felix auftaucht. Sehr charmant und witzig verdreht er Charly den Kopf. Ein paar Tage später Leonie. Und schließlich auch Lavender. Denn Felix hat eine Wette laufen mit seinem besten Kumpel Tim. Wer es schafft, für einen Abend drei Dates gleichzeitig zu jonglieren, ohne aufzufliegen, hat gewonnen. Es sieht gut aus für Felix. Bis die Mädels dahinterkommen, dass ihr jeweiliger Prinz Charming ein und derselbe Mann ist! Plan B heißt: Rache! Und die ist bekanntlich süß....

Taschenbuch Ausgabe
erschienen im rororo Verlag
Preis: 12,99
Persönliche Altersempfehlung: ab 16

5 Mädchen – 5 grundverschiedene Individuen – und doch, oder gerade deswegen, sind sie die besten Freundinnen. Charly, die Studentin, die an die wahre Liebe glaubt. Lavender, der Freigeist und die Künstlerin. Sofia, die elegante kühle. Emmy, die sich gerne kleidet wie in den 50ern und ihre große Liebe im Internet sucht – und dabei nur seltsame Jungs mit abstrusen Hobbys findet.... Und Leonie, die grundsätzlich erstmal eine Beziehung eingeht und dann einfach abwartet, ob sie sich auch in ihn verliebt. Diese Mischung ist explosiv – und strotzt nur so vor rasanten Dialogen und pfiffigen Neckereien! Die Mädchen selbst sind mir alle 5 ans Herz gewachsen!

Charly ist in meinen Augen die Hauptfigur, obwohl die Kapitel alle Mädchen abdecken. Sie lernt gleich zu Beginn Felix kennen und verliebt sich in ihn. Ich konnte es sehr gut nachvollziehen, er war wirklich lieb :) Felix ist auch sehr von ihr angetan, doch dann kommt alles anders als geplant.

Felix und sein Freund Tim wetten gerne – um alles und jeden. Tim ist der typische Macho: reich, verschnöselt und arrogant. Er hat quasi täglich eine neue und sieht daher gar kein Problem darin, Felix bei der Wette „3 Mädchen an einem Abend“ zu schlagen. Doch Felix macht ihm Konkurrenz... Allerdings ganz anders, als der Buchdeckel einen Glauben machen will. Denn Felix blieb mir durchweg sympathisch, da er seine Anziehung zu Charly nie leugnete, die anderen Mädchen nicht direkt anflirtete, sondern dass alles mehr als Zufall passierte.

Am Ende eines jeden Kapitels findet sich ein Cocktailrezept. Diese Idee fand ich echt super süß, vor allem die dazugehörigen Anekdoten waren der absolute Knüller, so zum Beispiel bei „Moulin Rouge“: „Vorsicht, Nebenwirkung: Der dringende Wunsch, eine Korsage anzuziehen und auf den Dächern von Paris lauthals Balladen zu singen, kann auftreten.“ :-D

Besonders toll fand ich, dass man trotz der hohen Anzahl an Mädchen nie lange überlegen musste, welche Aussage zu welchem Mädchen gehört. Sie sind alle so typisch in ihrer Art, dass man nicht durcheinander kommt und es sehr schnell drauf hat, die Namen richtig zuzuordnen.

Ich kannte den Namen „Hortense Ullrich“ bisher nur von den „Freche Mädchen, freche Bücher“ Büchern, die ich mit 12-13 auch sehr gerne gelesen habe. Daher war ich etwas skeptisch, ob sie auch Bücher für junge Erwachsene so toll schreiben kann – und ich wurde nicht enttäuscht! Ich würde mir eine Fortsetzung des Buches wünschen, da ich bereits jetzt die Mädels schon vermisse... Doch „Schlaflos in Hamburg“ steht schon auf meiner Wunschliste ganz oben – mehr davon, Frau Ullrich!

Fazit: Durchweg irre witzig und rasant, super!

5 von 5 Sternen :-)

Samstag, 18. Februar 2012

Rezension: The Sign - Nur zu deiner Sicherheit (Julia Karr)

Offizielle Kurzinfo:

Nichts fürchtet die in einer nahen Zukunft lebende Nina so sehr wie ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl die meisten Mädchen dieses Datum kaum erwarten können: Sie bekommen ein Tattoo, The Sign, und dürfen sich nun offiziell mit Jungs einlassen. Doch Nina ahnt, dass mehr hinter diesem Tattoo steckt. Als kurz darauf ihre Mutter bei einem brutalen Anschlag um´s Leben kommt, erfährt Nina: Ihre Mutter gehörte zum Widerstand – und ihr tot geglaubter Vater ist am Leben, irgendwo im Untergrund. Sie setzt alles daran, ihn zu finden – und gleichzeitig sich und ihre Halbschwester vor dem Zugriff des Regimes zu schützen. Da verliebt sie sich in Sal, einen Widerstandskämpfer. Doch kann sie ihm trauen?

Taschenbuch Ausgabe
erschienen im cbt Verlag
Preis: 8,99

Sehnsüchtig habe ich auf dieses Buch gewartet – es war mir Wochen zuvor schon durch das tolle Cover aufgefallen und der Inhalt klang vielversprechend.

Es handelt sich hier um eine typische Jugenddystopie. Die nahe Zukunft, neue technische Errungenschaften, die auch in der heutigen Zeit schon zu erahnen sind – und eine alles überwachende Regierung mit skrupellosen Mitgliedern, die alle Rebellen gnadenlos zum Schweigen bringen.

Nina wohnt mit ihrer Mutter und ihrer Halbschwester Dee im futuristischen Chicago. Immer mal wieder schneit Dee´s Vater Ed herein – alles andere als ein netter Zeitgenosse. Er arbeitet für die Regierung und schreckt auch vor Gewalt nicht zurück, wenn ihm etwas nicht passt. Plötzlich wird Nina´s Mutter ermordet und ihr Leben steht Kopf. Sie zieht mit ihrer Schwester zu den Großeltern, ein schrulliges älteres Pärchen, deren Szenen einen oft zum Lachen bringen. Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie nun Dee vor ihrem Vater zu beschützen, der sie zu sich holen will. Und dann trifft sie auch noch auf Sal, ein Junge der sie fasziniert und abschreckt zugleich....

In dieser Dystopie steht der Sex im Mittelpunkt. Sobald die Jugendlichen sechzehn werden, bekommen sie „The Sign“, dürfen nun Sex haben mit wem und so viel sie wollen. Besonders Nina´s beste Freundin kann es kaum erwarten – sie läuft schon mit 15 dermaßen freizügig und aufreizend durch die Gegend, dass die Jungs sich nach ihr die Finger lecken. Nina wiederum kann das absolut nicht verstehen, im Gegenteil – sie fürchtet sich vor ihrem sechzehnten Geburtstag. Sie glaubt an die wahre Liebe und nicht an das von der Regierung für sie vorgesehene „Bereitsein“ für alles und jeden, der da kommen mag. Bei näherer Betrachtung wird einem schnell klar, dass das Tattoo die Mädchen zum Freiwild erklärt – und nicht jeder Sex mit deren Einstimmung einhergeht. Es gibt jedoch keine Sexszenen in diesem Buch, daher kann ich es auch für jüngere Leser empfehlen.

Ich bin geteilter Meinung, was diesen Roman angeht. Ich fand sowohl positive, als auch negative Aspekte, habe mich aber letztlich für 4 anstatt der ursprünglich geplanten 3 Sterne entschieden, weil es sich sehr flüssig runterlesen ließ und mich ab der Hälfte auch richtig aufs Weiterlesen gefreut habe.

Kommen wir zuerst zum Negativen.

Sal als „mystisch“ zu bezeichnen finde ich sehr weit hergeholt. Ich fand seinen Charakter nicht sonderlich ausgearbeitet, er war für mich ein ganz normaler Jugendlicher. Ein paar Besonderheiten hätte ich mir in der Liebesgeschichte zwischen den beiden noch gewünscht.

Nina´s beste Freundin fand ich furchtbar anstrengend – ihr dauerndes Gerede über Sex und ihr Tattoo waren recht nervenzehrend. Andererseits verdeutlichte es nur, wie sehr die Regierung die Jugendlichen manipuliert, von daher: ok.

Ein ganz großes Manko ist die fehlende Erklärung der ganzen Abkürzungen. Ich bin es gewohnt, dass die technischen Neuerungen nicht nur einen Namen haben, sondern auch ERKLÄRT werden. Aber dies geschah entweder erst sehr spät oder teilweise gar nicht. So konnte ich mir meist nichts darunter vorstellen, was ich doch sehr schade fand – denn genau diese Dinge sind es doch, die spannend sind in Dystopien.

Nun zum Positiven.

Die Geschichte mit Ed fand ich sehr interessant. Sein dauerndes Auftauchen machte die Kapitel spannend und ließ einen immer denken: „Oh mein Gott, hoffentlich bekommt er sie nicht!“. Er sorgte für die nötige Spannung und machte das Buch interessant.

Den flüssigen Schreibstil erwähne ich hier nochmal, da das für mich ein sehr wichtiger Kritikpunkt ist. Selbst wenn eine Geschichte inhaltliche Mängel aufweist, ist es doch meist der Schreibstil, der mir letztlich im Gedächtnis bleibt. Habe ich das Buch oft beiseite gelegt, kam ich schwer voran oder war es ein richtiger Pageturner? Eindeutig letzteres.

Deswegen gebe ich auch 4 von 5 Sternen – ich erhoffe mir jedoch von Band 2 eine Steigerung.

Freitag, 3. Februar 2012

Rezension: Du oder das ganze Leben (Simone Elkeles)

Offizielle Kurzinfo:

Jeden anderen hätte Brittany lieber als Chemiepartner gehabt als Alex Fuentes, den zugegebenermaßen attraktivsten Leader einer Gang. Und auch Alex weiß: Eine explosivere Mischung als ihn und die reiche >>Miss Perfecta>> kann es kaum geben, Dennoch wettet er mit seinen Freunden: Binnen 14 Tagen wird es ihm gelingen, die schöne Brittany zu verführen. Doch keiner der beiden hat damit gerechnet, dass aus ihrem gefährlichen Spiel alsbald gefährlicher Ernst wird, denn Brittany und Alex verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander. Das aber kann die Gang, der Alex angehört, nicht zulassen....


Taschenbuch Ausgabe
erschienen im cbt Verlag
Preis: 8,99


Auf dieses Buch wurde ich durch diverse Foren und Blogs aufmerksam, die alle so dermaßen davon schwärmten, dass ich nicht widerstehen konnte.

Die Geschichte ist simpel: Ein nach außen perfektes, reiches Mädchen und ein hartes Gangmitglied aus texikanischen Verhältnissen prallen aufeinander. Da bleibt kein Auge trocken – teils vor Lachen aufgrund der Komik, die sich so manches Mal zwischen den beiden aufbaut, auch als vor Trauer und Enttäuschung.

Brittany wirkt auf andere wie ein Püppchen – blondes langes Haar, immer hübsch zurechtgemacht, immer mit den angesagtesten Leuten unterwegs und Mitglied bei den Cheerleadern. Doch dem Leser wird direkt zu Beginn gezeigt, dass ihr Leben hinter der Fassade alles andere als perfekt ist. Sie hat eine geistig zurückgebliebene ältere Schwester, die ihre Eltern nur allzu gerne in ein Heim verfrachten würden. Brittany setzt sich liebevoll und herzzerreißend für sie ein, was ich sehr zu schätzen wusste. Denn auch das ist einer der schönen Aspekte dieses Buchs: Es klingen auch ernste Töne durch, mehr als man von der Kurzbeschreibung erwarten kann.

Alex hat es auch nicht leicht. Als Jugendlicher hispanischen Hintergrunds hat er in seinem Stadtteil, in dem Gewalt und Gangs herrschen, nur zwei Möglichkeiten: Immer in Angst leben oder bei den Fieslingen mitzumachen, sodass seine Familie geschützt ist. Er entschied sich nach der Ermordung seines Vaters für Letzteres.

Nun finden beide durch eine Wette zueinander, die Alex mit seinen Freunden abgeschlossen hat: Brittany „rumzukriegen“. Doch womit beide nicht gerechnet haben: Die Chemie passt – und zwar so, dass die Funken fliegen!

Eine herrlich erzählte Geschichte mit gereiften Figuren mit realitätsnahen Hintergründen. Keine lieblos dahingeklatschten Teenies nach dem Schema „schwärmen, verlieben, er ist ja soooo heiß“ Quatsch, den man manchmal leider durch irreführende Kurzbeschreibungen erwischt. Ein kleiner Bonus waren auch die immer mal wieder eingeworfenen spanischen Wörter von Alex und seiner Familie. Es brachte Abwechslung und verdeutlichte noch einmal zusätzlich seine Herkunft. Wir erleben beide Seiten, denn die Kapitel wechseln ständig zwischen ihr und ihm hin und her. Ich deute es als besonders gutes Zeichen, dass mich dieser Perspektivenwechsel nicht genervt hat, denn meist bevorzuge ich eine der beiden Seiten und lasse das Buch dann auch mal liegen, wenn ein Kapitel der "nicht so tollen Figur" folgt. Doch hier: Keine Spur davon. Ich mochte beide sehr!

Man kann es durchaus als eine moderne Romeo und Julia Story bezeichnen. Und ich muss sagen, dass ich an diesem Schema Gefallen gefunden habe.

In Band 2, "Du oder der Rest der Welt“, geht es weiter mit einen von Alex´ Brüdern. In Band 3, der im Sommer 2012 erscheinen wird, geht es letztlich um den Dritten der Bande. Auch Alex und Brittany sind wieder dabei! Ich freue mich auf den Folgeband, der ganz sicher bald aufgeschlagen in meinen Händen liegen wird :-)

Ich vergebe 4 von 5 Sternen für eine liebevolle und auch rasante Geschichte!

Freitag, 20. Januar 2012

Kurzrezension: Summer and the City (Candace Bushnell)

Offizielle Kurzinfo

Sie kam, sah - und datete

Endlich ist es so weit: Carrie kommt nach New York! Ein heißer Sommer wartet auf sie. Eine glitzernde Stadt voller verrückter Leute, Vintage-Boutiquen und wilder Partys – Carrie kann nicht genug davon bekommen. Und von dem todschicken, einfach umwerfenden Typen, den sie dort trifft. Sie lernt Samantha und Miranda kennen, und ganz allmählich wird aus dem Provinzmädchen die Carrie Bradshaw, die wir kennen und lieben – auch wenn das viel komplizierter wird, als Carrie es sich je vorgestellt hat.

Broschierte Ausgabe
erschienen im cbt Verlag
464 Seiten
Preis: 14,99€

Seit September lag dieses wundervolle Buch ganz oben auf “Want to read” Liste. Doch da ich bereits Band 1 so toll fand und ich mir besonders vielversprechende Bücher gerne für den Urlaub aufhebe, musste dieses Buch bis Januar warten.

Es geht nahtlos weiter, wo es aufgehört hat. Carrie ist in New York bei Samantha angekommen. Und nun wird’s chaotisch. Ihre Wohnung gleicht einer Bürozelle, ihre „Vermieterin“ ist eine frustrierte Hexe, ihr Schreibkurs ist ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat. Doch ihre Art und Weise auf diese Umstände zu reagieren ist „typisch Carrie“. Sie nimmt´s mit Humor, Ironie und Biss. Herrlich!

Langsam aber sicher bekommen wir die Carrie zu sehen, die wir aus Sex and the City kennen und lieben. Ihre Liebe zu New York hat mich dermaßen angesteckt, dass ich nun selbst unbedingt meinen nächsten Urlaub dort verbringen möchte :)

Samantha ist allerdings, abgesehen von ihrer Sprechweise, noch kein bisschen die, die wir kennen. Ganz im Gegensatz zu Miranda, die Carrie nun auch endlich kennenlernt – zynisch und männerfeindlich wie immer, einfach traumhaft :)

Das Ende ist sehr vielversprechend und lässt auf einen dritten Band hoffen. Denn schließlich wollen wir ja auch noch den zarten Freundschaftsbeginn von Charlotte miterleben!

Ich kann dieses Buch nur allen SATC-Fans empfehlen und auch denjenigen, die die Serie nicht kennen. Band 1 würde ich jedoch vorher lesen, wenn auch nicht zwingend notwendig.

Alles in allem ein wunderbar ironisches, witziges Buch über die Anfänge der SATC-Ladies!

5 von 5 Sternen, anders geht´s gar nicht :)


Donnerstag, 19. Januar 2012

Rezension: Eternally (Lisa Cach)

Offizielle Kurzinfo
Eigentlich gehört Caitlyn gar nicht in die amerikanische Kleinstadt, in der sie lebt, das spürt sie nur zu deutlich. Als sie ein Stipendium in einem angesehenen Internat in Frankreich angeboten bekommt, ergreift sie die Gelegenheit, ihrem engen Leben zu entfliehen. Im Château de la Fortune begegnet sie fortan jede Nacht im Traum einem geheimnisvollen Jungen, der aus einer anderen Zeit zu kommen scheint. Caitlyn weiß: Sie und er sind Seelenverwandte. Aber wie kann sie jemanden lieben, der gar nicht wirklich existiert? Als Traum und Wirklichkeit sich auf einmal vermischen, erkennt Caitlyn, was sie wirklich in dieses Internat geführt hat. Und das wird ihr Leben für immer verändern ...

Gebundene Ausgabe
erschienen im Egmont INK Verlag
344 Seiten
Preis: 17,99

Eternally hat mich sehr überrascht.
Viele verschiedene Faktoren machen dieses Buch zu einem tollen Lesevergnügen.


1) Handlung
Träume und Traumerlebnisse werden in Jugendbüchern häufiger zum Thema, denkt man zum Beispiel an "Splitterherz" und "Traumsplitter". Doch hier verschwimmen die Welten regelrecht. Caitlyn ist sich irgendwann nicht mehr sicher, welches die echte Welt ist, in der sie lebt. Man wird als Leser (vor allem einmal ganz besonders) immer wieder zum Knobeln gebracht. Gibt es Szenen, die Aufschluss über die Realität geben? Ich mag es, wenn man ein bisschen mitdenken und man von den natürlichen Denkweisen ein bisschen abweichen muss. Die Vermischung von Traum und Wirklichkeit fand ich sehr gelungen, vor allem der Zeitenwechsel, der dabei stattfand, macht diese Geschichte zu etwas ganz besonderem.


2) Handlungsort
Ich konnte mir das Château de la Fortune bildlich sehr gut vorstellen. Dies wird auch eines der Bilder bleiben, die ich sicher noch in einem Jahr nicht vergessen habe. Es wird nicht übermäßig viel beschrieben (Gott sei Dank), so dass die Fantasie sich voll entfalten kann. Die Schule spielt eine sehr große Rolle und hat mit seinem heimeligen und manchmal (vor allem Nachts) auch gruseligen Flair mein Herz im Nu erobert!

3) Vermischung der Zeiten
Caitlyns Träume finden zum Großteil in der Vergangenheit statt. Es war eine tolle Abwechslung!

4) Charaktere
Super :-) Caitlyn war mir sehr sympathisch, ihre Freundinnen stehen nicht allzu sehr im Fokus, sind aber auch alle sehr gut gelungen. Auch Raphael hat es mir angetan.

5) Cover
... fand ich sehr passend zum Inhalt. Die Weite, das Mädchen im Wind, die Farben - herrlich! Ich bin auch ein absoluter Coverfreak ;-) Ganz toll finde ich, dass es auch unter dem Schutzumschlag bebildert ist. Macht echt was her, ganz toll!

6) kleines Manko
Teilweise waren mir die Hintergrunderklärungen zu ausführlich. Man wird innerhalb von 4 Seiten mit Infos überschüttet, die man eigentlich 2-3 Mal lesen müsste, um sie richtig aufnehmen zu können. Es war etwas verworren. Dies ist wirklich ein Buch, dass man unbedingt am Stück lesen sollte, denn man muss immer sehr aufmerksam mitdenken, damit man den Anschluss wieder findet - selbst wenn man es nur einen Tag lang nicht gelesen hat.

Ohne diesen kleinen Makel würde ich volle Punktzahl geben, doch so habe ich mich für 4 von 5 Sternen entschieden.

Kleine Randinfo: 2013 erscheint voraussichtlich Band 2. Eternally ist, meiner Meinung nach, in sich abgeschlossen. Ich weiß nicht genau, ob im Folgeband Caitlyn auch wieder im Mittelpunkt stehen wird oder ob es vielleicht um eine neue Schülerin der Fortuna-Schule gehen wird. Egal wie, ich freue mich sehr darauf :-)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Rezension: Die Bestimmung (Veronica Roth)

Offizielle Kurzinfo:

Was ist deine Bestimmung? In einer Welt, in der Loyalität alles ist, kann deine Entscheidung das Leben von Grund auf verändern...

Altruan – die Selbstlosen,
Candor – die Freimütigen,
Ken – die Wissenden,
Amite – die Friedfertigen

Und schließlich Ferox – die Furchtlosen... Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht...

Gebundene Ausgabe
erscheint im März 2012 im cbt Verlag
475 Seiten
Preis: 17,99

Die obige Inhaltsangabe gibt eigentlich schon ziemlich genau die grobe Handlung wieder, ich werde aber noch auf 1-2 Details näher eingehen.

Beatrice steht vor der Entscheidung ihres Lebens. Die Welt, in der sie lebt, ist in 5 Gemeinschaften aufgeteilt. Jede dieser Gemeinschaften besitzt eine besonders stark ausgeprägte Charaktereigenschaft, nach derer sich die Mitglieder bestimmen. Beatrice ist bei den Altruan aufgewachsen, ein selbstloses Völkchen, das immer grau angezogen ist und jedem hilft, wo er nur kann. Selbstsucht ist verboten. Doch Beatrice fühlt sich in dieser Welt nicht mehr wohl, sie möchte ausbrechen – und diese Chance bietet sich ihr an ihrem sechzehnten Geburtstag. Sie entscheidet sich trotz der Unklarheit ihres Eignungstestergebnisses für die Ferox, wahre Adrenalinjunkies ;-) Sie stürzen sich von Dächern, haben Tattoos, Piercings und verrückte Frisuren und sind sozusagen die Kämpfer der Nation. Genau das braucht Beatrice – das krasse Gegenteil zu ihrem bisherigen Leben. Wie alle anderen Neulinge auch, muss sie die 30 Tage dauernde Initiation überstehen, eine Aneinanderreihung von Mutproben. Sie muss sich sehr anstrengen, denn nur die Hälfte wird die Tests bestehen, der Rest wird fraktionslos – gleichzusetzen den Aberationen bei „Cassia & Ky“. Doch sie merkt schnell, dass es unter den mutigen Ferox-Initianten auch gewalttätige Jugendliche gibt – und dass eine dunkle Wolke über dem Verhältnis zwischen den Fraktionen aufzieht.... Und was hat es mit Four auf sich, ihrem Ausbilder? Er scheint zu ahnen, dass sie eine Unbestimmte ist – doch das darf niemals jemand erfahren...

Dieser Trilogieauftakt ist ein wahres Meisterwerk! Die Protagonistin ist willensstark, mutig und sympathisch. Wir haben hier kein weinerliches Mädchen, das nicht weiß, was es will, sondern eine starke junge Frau, die ihren Weg zu finden versucht. Müsste man sie vergleichen, würde ich ihr einige Charaktereigenschaften von Katniss zusprechen. Man bewundert sie für ihren Mut, für ihre Ausdauer und für ihr Durchhaltevermögen, denn ganz ehrlich, ICH hätte die Initiation niemals überstanden mit all den nervenzehrenden Aufgaben.

Das tolle an dieser neuen Dystopie ist die völlig neue, wunderbar umgesetzte Grundidee. Die Menschen aufzuteilen nach ihren hervorstechendsten Charaktereigenschaften ist in den mir bekannten Jugendbüchern eine völlig neue Eigenschaft.

Der Roman ist ein psychologisches Wunderwerk. Denn als Leser merkt man ziemlich schnell, dass die Menschen nicht so simpel gestrickt sind, um jede Person in eine bestimmte Schublade stecken zu können. Mir wurde desöfteren bewusst, dass ich Eigenschaften mehrerer Fraktionen besitze – doch nicht ausschließlich eine. Und genau das ist auch das Problem bei dem Konzept, was letztlich auch zu großen Spannungen zwischen den Fraktionen führt. Herrlich durchdacht!

Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, ist aber durchaus vorhanden. Doch auch hier freut es mich sehr, dass wir uns auf die Protagonistin konzentrieren und nicht auf ein vor sich hin schmachtendes Pärchen – das hätte in dieser Geschichte einfach nichts zu suchen. Also: Super!

Ein Riesenpluspunkt ist die Tatsache, dass es einem von der Spannung her gar nicht vorkommt wie ein Auftaktband. Viele laufen langsam an, plätschern zu Beginn vor sich hin und werden gegen Ende langsam spannender, sodass man dem zweiten Band entgegenfiebert. Doch „Die Bestimmung“ ist von Anfang an mitreißend, an keiner einzigen Stelle langatmig und am Ende sogar dermaßen rasant, dass es an den finalen Panem-Band erinnert. Ich kann mir kaum vorstellen, wie das zu toppen sein sollte, doch ich bin voller Hoffnung auf einen fulminanten 2.Teil der Trilogie!

Band 2 erscheint bereits im Mai 2012 auf Englisch („Insurgent“), für die, die den Deutschen nicht mehr erwarten können (so wie ich!).

Abschließend noch das Cover: Es ist ein wahrer Hingucker! Es passt wunderbar zur Geschichte, leider eine Seltenheit bei Jugendbüchern derzeit. Die Bedeutung der brennenden Zeichens erfährt man im Laufe der Geschichte, was das Cover umso toller macht.

Ein durch und durch geniales Buch, dessen Fortsetzung ich wirklich kaum erwarten kann! Ich kann gar nicht anders, ich gebe 5 von 5 Sternen! Sollte Band 2 besser sein, muss ich mir wohl ein neues Bewertungssystem zulegen ;-)

Freitag, 30. Dezember 2011

Rezension: Angel Eyes (Lisa Desrochers)

Offizielle Kurzinfo:

Zwischen Himmel und Hölle liegt nur ein Herzschlag. Als Frannie zum ersten Mal Luc begegnet, fehlen ihr die Worte. Dabei ist sie sonst nicht auf den Mund gefallen. Doch der Neue sieht einfach unverschämt gut aus: ein echter Draufgänger mit dunkler Aura – genau ihr Typ. Was Frannie nicht weiß: Luc ist ein Dämon mit besonderer Mission. Er soll ihre Seele für die Hölle sichern. Denn Frannie hat eine wertvolle Gabe, von der sie selbst nichts ahnt. Doch auch die himmlischen Mächte schicken einen Kandidaten ins Rennen: Gabe, einen attraktiven jungen Engel. Und ehe sie sich´s versieht, steht Frannie nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch im Zentrum eines uralten Kampfes ... .


Flexcover Ausgabe
erschienen im Rowohlt Polaris Verlag
Preis: 14,95

Frannie ist völlig überfordert – wie aus dem Nichts tauchen 2 süße Jungs an ihrer Schule auf: Einer düster und geheimnisvoll, der andere strahlt wie die Sonne und ist zuckersüß. Und beide wollen Frannie, die die heißen Jungs bisher immer ihrer Freundin überlassen hat. Doch besonders Luc, der selbsterkorene Badboy, hat es ihr angetan. Doch das Umschwärmen der beiden jungen Männer hat einen Grund – Frannie soll markiert werden. Himmel (Gabe) und Hölle (Luc) streiten sich um sie, da sie eine besondere Gabe besitzt. Wer wird gewinnen? Und vor allem: Ist Luc´ Liebe zu Frannie echt oder ist alles nur gespielt?

Allein schon an den Ausdrücken, die ich oben verwenden „musste“, kann so manch einer ablesen, dass das Buch nicht ganz meinem Geschmack entsprach. Es ist sehr teenie- und klischeehaft gehalten. Frannie´s Freundinnen, die den Jungs nur so hinterher lechzen, das typische Badboy Gehabe und der brave Junge als Konkurrent. Na bitte, da wären wir: Angel Eyes!

Frannie´s Charakter ist sehr unbeständig, passend zu ihrem Alter. Mal erscheint sie einem stark und erwachsen, dann wieder naiv, kindisch und nörgelnd. Es war sehr anstrengend, ihren dauernden Launen ausgesetzt zu sein. Da half auch der regelmäßig wiederkehrende Perspektivenwechsel nichts, denn auch Luc´ Parts haben es mir nicht sonderlich angetan. Seine Zerrissenheit zwischen seinem bisherigen Leben in der Hölle und seiner Liebe zu Frannie war mir zu alltäglich. Man liest es einfach so oft mittlerweile, dass man eine gute und eine schlechte Darstellung dieses Konflikts auf Anhieb erkennt.

Die Charaktere sind zu naiv, zu ungeschliffen und zu oberflächlich geraten. Keine einzige dieser Figuren wird mir auf Dauer im Gedächtnis bleiben, da bin ich mir sicher. Man kann nur hoffen, dass sich die Charaktere in Band 2 weiterentwickeln und interessanter werden.

Trotz allem ließ es sich sehr flüssig lesen, der Schreibstil ist einfach und anschaulich. Doch da mir der Plot ein wenig zu schwarz-weiß war und mir die Sympathie für die Figuren fehlte, gebe ich 3 von 5 Sternen mit Platz nach oben für Band 2 „Angel Eyes – Im Bann der Dunkelheit, der im August 2012 erscheinen wird.